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Das Schloss Dürande*

* Tutorium Nr. 1 für OberstufenschülerInnen - November 2020 © Autorin Sabina Scheliga

Das Schloss Dürande 
Joseph von Eichendorff
1. Ausgabe 1837
Philipp Reclam jun. Verlag GmbH, Stuttgart 2019
ISBN 978-3-15-018540-7

Kurze Einführung zum Ort, zur Zeit, zum Thema und zu den Protagonisten der Novelle

 

Joseph von Eichendorff - ein Dichter der Romantik - verlegte die Novelle <Das Schloss Dürande> in die Vergangenheit. Sie ist in den Jahren 1836/37 entstanden. Die tragische Geschichte beginnt in den Jahren 1788/89. Gedanklich reisen wir zurück in die Zeit der französischen Revolution. Die Spannungskurve ist in die Ereignisse vor und nach dem Sturm auf die Bastille integriert. Auf der Makroebene stehen gesellschaftliche Umbrüche vor der Tür, die ganz Europa verändern werden. Auf der Mikroebene - und somit im Zentrum der Novelle - stehen die VERIRRUNGEN der folgenden Protagonisten:

 

1. des Jägers, Renald Debois und 
2. seiner Schwester, Gabriele Debois. 

 

Bruder und Schwester wohnen in einem Jägerhäuschen in der Nähe des Schlosses Dürande, das einst in einem bewaldeten Tal in der Provence - in der Nähe der Stadt Marseille - stand. Darin wohnte der

 

3. Protagonist und zwar der junge Graf Hippolyt Dürande, um den sich die Verirrungen winden.

Nur diese Figur erfährt innerhalb der Geschichte eine <innere> Entwicklung. 

 

Wir werden uns die Charakterisierungen der drei Hauptfiguren genau anschauen.

Vergegenwärtigen wir uns zunächst die Figurenkonstellationen:   

 

Renald Debois steht im Dienste der Familie Dürande. Da die Eltern von Renald und Gabriele bereits verstorben sind, hat Renald die Aufgabe übernommen, auf seine Schwester aufzupassen. Ein Kind ist Gabriele nicht mehr. Sie ist eine junge Frau und findet einen jungen Mann sympathisch oder man könnte sogar sagen, sie ist in ihm verliebt. Viel weiß sie über ihn nicht, kennt nicht einmal seinen Namen. Sie weiß nicht, dass hinter dem jungen Mann sich der junge Graf vom Schloss Dürande verbirgt. Hippolyt ist von Gabriele begeistert, weil sie so natürlich, fröhlich und volksnah ist.

 

Unabhängig von ihrer Herkunft fühlen sich die beiden zueinander hingezogen und treffen sich freundschaftlich - heimlich in der Nacht - in der Nähe der Jagdhütte.

 

Fakt ist, dass der junge Graf Gabriele seine wahre Identität zunächst verheimlicht. Im Gegensatz zu ihr kennt der junge Graf Gabriele´s Identität. Die gesellschaftlichen Stände trennen die beiden voneinander und machen eine nähere Bindung bis dato unmöglich. Eine ehrenvolle Zukunft haben die beiden in den gesellschaftlichen Verhältnissen des 18. Jahrhunderts nicht. 

 

Welche Art von Liebe ist in der Novelle wohl gemeint? 
Wird in der Geschichte die weibliche und die männliche Sichtweise deutlich?

 

In dem literarischen Werk griff der  in Oberschlesien geborene <Freiherr Joseph von Eichendorff > universelle Themen auf, die heute noch die Menschen beschäftigen und im 21. Jahrhundert aktuell sind: 

 

LIEBE - GENDER - HERKUNFT - CHANCENGLEICHHEIT -

KOMMUNIKATION- und KONFLIKTFÄHIGKEIT 

 

 

 

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